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Orgosolo deutch

Der Ortsname Orgòsolo hat seinen Ursprung in der Antike. Er kommt von dem altgriechischen Wort οργάσ-οργέ  was soviel wie fruchtbare Erde, feuchte Erde bedeutet. Diese Hypothese wird durch die Tatsache unterstützt, dass in der sardischen Sprache, insbesondere in der Variante die in Orgòsolo gesprochen wird, die Worte òrga und orgòsa von den reichen Quellen zeugen, die im historischen Zentrum von Orgòsolo zu finden sind.

Es gibt Anzeichen dafür, dass schon in der Jungsteinzeit (Neolithikum) im Territorium von Orgòsolo Menschen lebten. Fundstücke von 3900/2900 v.Ch., wie Teller aus Chlorit oder kleine Venusstatuen, wie die von den Kykladen, sind Beweise für Kontakte mit den Völkerwanderungen, die ausgehend vom mittleren Orient, zur Zeit der Entstehung der Domus de Janas, der Gräber in Form einer Exedra und der Protonuraghen , tiefe Spuren bei den Völkern im westlichen Mittelmeerraum hinterlassen haben.

Noch erforscht werden müssen eine Reihe von Siedlungen aus der Urzeit, der Zeit der Phönizier und Punier und der Römer bis hin zur Richterzeit und dem Mittelalter. Orte wie Su Halà’vri’he mit umgekehrten Figuren in einem unterirdischen Grab, Orùlu mit Bronzeschiffchen, Sirilò mit Fragmenten attischer Vasen dokumentieren die Besiedlung.

In schriftlichen Dokumenten kommt der Name Orgòsolo zum ersten Mal im späten Mittelalter vor: 1341 findet man ihn in den „Rationes decimarum“ , wo die Orte, die Steuern an die römische Kurie abgaben, aufgeführt sind. 1388 schlossen einige Vertreter dieser Orte in Orani einen Friedensvertrag zwischen dem Judikat von Arborea und Giovanni von Aragon.

Ende des 18. Jahrhunderts wird der Name Orgòsolo durch die vielen Episoden des so genannten „banditismo (Banditentum) bekannt.

In den fünfziger Jahren unterstrichen die anthropologischen Studien von Franco Cagnetta die Existenz eines Gesellschaftsmodells mit archaischen Verhaltensweisen in Europa und im zentralen Mittelmeerraum, welches in deutlichem Kontrast zur Entwicklung der modernen Epoche stand. Diese These wird durch den Film Banditen in Orgòsolo (Banditi di Orgòsolo) von Vittorio di Seta gestützt. Der Film ist ein wichtiges Meisterwerk  des Neorealismus, dass sehr deutlich zum Ruf des Ortes Orgòsolo beigetragen hat.

Anfang der siebziger Jahre entsteht ein neues Phänomen, diesmal mit künstlerischen, sozialen und politischen Inhalten. Es handelt sich um die „Murales“, die Wandmalereien, die das Zentrum von Orgòsolo charakterisieren. Ein Unikum in der Kategorie der „bemalten Dörfer“, wo die Wandmalereien als so etwas wie eine Verschönerung gesehen wurden. Die Wandmalereien von Orgòsolo hingegen, entstanden und entwickelten sich in einem sozialpolitischen Umfeld, in das die Bevölkerung aktiv miteinbezogen wurde: zunächst durch die Mitarbeit der Schüler und dann durch die kollektive und kritische Mitarbeit an den Inhalten seitens der Bevölkerung.

Dank der nationalen und internationalen Bedeutung des Ortes Orgòsolo, wurden außer dem Namen auch ethnische und traditionelle Aspekte der Kultur im Inneren der Insel Sardiniens unterstrichen. Darunter fallen zum Beispiel die „tenore“, ein typischer Gesang  für 3 Stimmen und Solist, heute geschützt durch die UNESCO.

Auch die traditionelle Tracht von Orgòsolo, vor allem die weibliche, ist immer sehr bedeutsam gewesen, wegen ihrer ethnisch-künstlerischen Charakteristik und wegen der Einzigartigkeit ihrer Anfertigung. Nicht zu vergessen ist, dass seit Jahrhunderten Stoff und Dekoration aus Seide gefertigt werden, die von einer hiesigen Seidenraupe stammt und mit der Zeit eine spezifische und charakteristische Sorte geworden ist.

Diesen Aspekten ist hinzuzufügen, dass das Territorium von Orgòsolo durch einen reichen, unvergleichlichen Lebensraum mit unberührten Wäldern, mediterraner Macchia, endemischen Pflanzen und einer vielfältigen Fauna mit Mufflons, Wildschweinen und noch wenigen existierenden Exemplaren des Königsadlers gekennzeichnet wird. Diese Reichtümer sind hauptsächlich im Supramonte und seiner Umgebung zu finden und ein Grund für die Anziehungskraft, die dieses Territorium auf die Touristen ausübt.

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